1Erkenntnisse der Befragung

Zusammenfassend sollen hier noch einmal die Erkenntnisse der Befragung, die für eine Planung relevant sein können, beschrieben werden.

Die Lage eines Hundebereiches in unmittelbare Nähe ist für den/die HundebesitzerIn von großer Bedeutung. Selbst die kleinsten Flächen werden angenommen da man für die schnelle Notdurft gerne reservierte Bereiche besucht. Durch Initiativen wie die der Hundekotpetition hat sich diese Entwicklung noch verstärkt. Die HundebesitzerInnen sind mittlerweile froh, dass es einen bestimmten Ort gibt, wo sie das Gefühl haben weniger angefeindet zu werden. Bereiche mit erhöhter Aufenthaltsqualität werden meist für längere Aufenthalte genutzt (vgl. Teil IV). Die Angaben der InterviewpartnerInnen gehen dabei von 10 min in den kleinen nicht eingezäunten Hundezonen der Kategorie 1 bis hin zu vier und mehr Stunden ab den Kategorie 2-Zonen. Vor allem im Alfred-Grünwald-Park, im Waldmüllerpark und im Angelibad geben alle Befragten an länger als 30 Minuten zu bleiben. Sitzmöglichkeiten, Trinkbrunnen und vor allem die Anwesenheit von anderen Hunden und deren BesitzerInnen sind wichtig für diese Menschen

1.1Lage des Hundebereichs

Ein häufiges Thema ist die angrenzende Nutzung. Im Esterhazypark zum Beispiel ist die Hundezone vor der Neugestaltung im inneren, abgelegeneren Teil des Parks. Die BenutzerInnen geben an, dass der Gehweg, der an den Zaun grenzt, Schwierigkeiten mit sich bringt. Vorbeigehende Hunde werden die ganze Länge von den gerade Anwesenden Artgenossen verbellt und es wird teilweise versucht durch die Gitterstäbe zu agieren. Die Lücke zwischen den Stäben ist zu groß, meinen einige. Auch vorbeifahrende RadfahrerInnen oder SkaterInnen erzeugen so Aufregung in der Zone. Eine ähnliche Situation herrscht im Waldmüllerpark. Hier geht der Hauptweg des Parks direkt die Zone entlang. Der Zaun, der ihn von dem Hundebereich trennt, ist sehr niedrig, sodass selbst kleine Kinder ohne weiteres darüber steigen können. Hunde, die sich in der Zone frei bewegen, fühlen sich dadurch motiviert zu handeln. Sei es um zu spielen, oder um das Gebiet zu verteidigen. Eine permanent gefährliche Situation. In diesem Teil des Parks ist der Trinkbrunnen in der Hundezone, durch mangelnde Alternativen natürlich auch Anziehungspunkt für alle ParkbenutzerInnen.

Mit echten NachbarInnen gibt es im Angelibad regelmäßig Streit. Die HundebesitzerInnen geben an das regelmäßig Beschwerde von Seiten der Anrainer gegen lärmende Hunde eingereicht wird.

1.2Zaun

Gewünscht wird, besonders in den Zonen der Kategorie 1, 2 und 3, eine für Hunde undurchlässige Abgrenzung der Hundebereiche. Das ermöglicht vielen HundebesitzerInnen erst den Hund von der Leine zu lassen. Problematisch sind zu niedrige Zäune (z.B.: Hundsturmpark, Waldmüllerpark), da sie keine echte Abgrenzung sind, die in diesem Fall aber gewünscht wird. Außerdem sollte der Zaun keine Schlupflöcher oder größere Lücken haben. So konnten im Alfred-Grünwald-Park kleinere Hunde, wie ihre Bälle unter einer Stelle im Zaun durchschlüpfen. Dieses Problem wurde aber mittlerweile beseitigt, soll aber hier als schlechtes Beispiel dienen. In der Hundezone Esterhazypark ist die Lücke zwischen den Gitterstäben gerade so groß, dass eine Hundeschnauze samt Gebiss hindurchpasst. Am Zaun entlang schützen weitere Gitter den Versuch einer Rankbepflanzung. Diese stehen aber spielenden Hunden unangenehm im Weg. Die HalterInnen empfinden dies als ein zu großes Verletzungsrisiko. Am südlichsten Eck bildet der Aufgang des Foltermuseums für motivierte Hunde die Seiten des Zauns zu wechseln. Die dortige Lücke im Zaun ist dafür Schuld. Im Angelibad wurden zur Abgrenzung vom Schilfbereich zum Schutz der Vögel Zäune aus Holzstäben gesetzt. Dies birgt ein Verletzungsrisiko für die, die trotzdem einen Sprung wagen.

1.3Türen

Bei den Zonen mit einem Zaun ist der Schließmechanismus der Türen vielfach mangelhaft, sehr zum Ärger der HundebesitzerInnen. Sie haben Angst ihr Hund könnte sich und andere gefährden.

1.4Wege und Wiese

Wege sind laut BenutzerInnen wichtig, damit man auch bei feuchten Witterungen die Hundezone gut verwenden kann. Dabei ist für die HundebesitzerInnen bedeutsam, dass immer noch genug Fläche zum ungestörten Toben der Hunde bleibt. Sehr gelungen empfinden die HundehalterInnen im Waldmüllerpark den asphaltierten Weg der entlang der Umzäunung geführt ist, und selbst im Winter zum Spazierengehen einlädt. Die meisten HundebesitzerInnen bevorzugen als Bodenbelag Wiese, es herrscht aber auch großes Verständnis darüber, dass bei starker Frequentierung eine geschlossene Pflanzendecke nur schwer zu erhalten ist. Wenig überraschend ist dementsprechend, dass auf den großen Hundeflächen Wiese, dagegen bei den Flächen der Kategorie 1 und 2 Erde oder im besseren Fall Lavakies oder Wassergebundene Decke der vorherrschende Belag ist. Trotz des sandigen Bodens sind die Alfred-Grünwald-Park-BenutzerInnen zufrieden mit dem Bodenbelag.

1.5Bepflanzung

Ein Stück Natur in der Stadt“, so nnennen viele BenutzerInnen ihre Hundezone. Ein wenig Grün ist für den/die StädterIn und seinen tierischen Begleiter ein weiterer Grund für den Besuch von Hundeflächen. Die Beanspruchung der Vegetation ist in kleinen Flächen deutlich höher. Die Büsche im Esterhazypark wirken kümmerlich und das trübt das Bild der Wildnis ein wenig. Versuche eine Mauer oder einen Zaun zu verbergen sind sowohl dort als auch im Alfred-Grünwald-Park wenig erfolgreich meinen die BesucherInnen. Dagegen schaffen es Pflanzungen außerhalb der Hundezone durchaus eine grüne Wand zu werden, so zum Beispiel im Hundsturmpark oder im Einsiedlerpark, was wiederum als schön empfunden wird. Auf größeren Flächen dienen Büsche als gern gesehene Versteckmöglichkeiten. Bäume sind nach Aussagen der Betroffenen sehr wichtige Schattenspender und weitaus verträglicher gegenüber täglichen Harnsäureattacken. Wichtig war den Interviewten, dass keine Stacheln oder spitze Äste ihre Liebsten in Gefahr bringen können.

1.6Wasser

Ein Trinkbrunnen scheint ein sehr wichtiger Wunsch unter den ParkbenutzerInnen zu sein. Der Hund braucht vor allem im Sommer genügend Flüssigkeit. Das selbst mitgebrachte Wasser ist laut BesitzerInnen zu warm für den Hund. Dabei sollte der Trinkbrunnen die Möglichkeit bieten, Frischwasser selbsttätig nachzufüllen. In der Hundezone am Gaudenzdorfergürtel sind die NutzerInnen wenig zufrieden mit der Tränke, in der Wasser ständig in einer Schale steht und nur nachläuft, wenn Wasser entnommen wird. Außerdem sollen dieser Mechanismus oft kaputt sein (Abb. 35)

Abb. 35: Hundetränke

Dagegen sind die BenutzerInnen im Angelibad glücklich mit Ihrem Brunnen obwohl die Hunde eigentlich eine große Wasserfläche zur Verfügung haben, da sie für sich und den Hund sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. Die Qualität des Wassers der Alten Donau ist, wie die Befragten erwähnen, vor allem im Sommer mangelhaft. Das Wasser steht dort lange Zeit ohne ausgetauscht zu werden. Es hat angeblich weder natürlichen Zu- noch Abfluss. Trotzdem sind die HundebesitzerInnen begeistert über die Möglichkeit mit Ihrem Hund im Sommer mitten in der Stadt schwimmen gehen zu können. Ein Problem wird der Wasserspender, wenn er der einzige in der unmittelbaren Umgebung ist, so wie zum Beispiel im Waldmüllerpark. Kinder spielen natürlich gerne mit Wasser und mit dazugehörigen Bomben sowieso. Dies sehr zum Unmut der, wie sie finden, eigentlichen Herrn über das Wasser: den HundebesitzerInnen.

1.7Beleuchtung

Ein wichtiger Punkt der Ausstattung ist die Beleuchtung. Im Winter wird es schnell dunkel und im Sommer ist man auch noch später am Abend unterwegs wenn „Er/Sie mal wieder muss“. In der Dunkelheit nutzen auch Andere, NichthundebesitzerInnen, die Abgeschiedenheit in Hundezonen. Licht, so empfinden es viele Betroffene, würde die Sicherheit erhöhen, und Ihnen auch in der Nacht ermöglichen, die Flächen zu nutzen. Als gute Lösung sehen sie die beleuchteten Plakatflächen vor dem Alfred-Grünwald-Park an. Durch die starken Strahler kann man hier auch später und im Winter mit Sicherheit „Erlösung“ finden. Ein Benutzer der Heuberggstätten schlug vor, dass man zumindest die Hauptwege auf dem weitläufigen Areal beleuchten könnte.

1.8Toilette

Ein Problem kann so ein langer Ausflug werden, wenn keine Möglichkeit vorhanden ist, dass sich Herrl oder Frauerl einmal erleichtern können. Eine Sache die auf Flächen der Kategorie 2 und vor allem 3 und 4 als wichtig angesehen wird. Das Angelibad wird alljährlich mit Mobilklos ausgestattet, dies aber für das Empfinden so manchen Besuchers zu spät im Jahr. Außerdem sind sie immer wieder Ziel von Vandalen meinten die HundebesitzInnen.

1.9Überdachung

Die Zone im Waldmüllerpark hat eine Besonderheit. Ein kleiner Pavillon im nördlichsten Eck bietet Schutz bei Niederschlag. Die BenutzerInnen des Hundebereiches sind dennoch nicht glücklich damit, da er besonders Jugendliche und andere NichthundebesitzerInnen anlockt, die dann den Bereich rund um den Pavillon reservieren. Müll und Glasscherben und Spritzen sammeln sich laut Aussage der Befragten dort an. Somit stellt der Pavillon eigentlich eine Gefahr für Hund und Mensch dar. Prinzipiell würde man sich auch in anderen Hundezonen über einen überdachten Bereich freuen, da ja ein Hund bei jeder Witterung Auslauf braucht, der/die BesitzerIn aber selbst weniger wetterfest ist. Man befürchtet aber wie im Waldmüllerpark, dass andere NutzerInnen auch die Vorteile solch einer Einrichtung entdecken.

1.10Andere Ausstattungen

Der Hund soll in einer Hundezone die Möglichkeit haben sich zu beschäftigen, so die Aussagen vieler. Anspruchsvoll sind die Hunde da meist nicht. Eine große Auslauffläche ist erwünscht. Versteckmöglichkeiten, auch um eine Möglichkeit zu haben sich zurückzuziehen, falls es einmal zu wild wird. Manche gaben an, dass ihr Hund gerne klettert, und so werden Baumstämme, wie sie im Angelibad liegen, gerne angenommen. Im Gespräch wurden auch ausgefallene Wünsche genannt. So wünscht man sich ein „Ding“ das die Hunde zum selbstständigen Spiel anregt, eine Ballwurfmaschine zum Beispiel. Einige forderten Infotafeln für NichthundehalterInnen damit sie wissen, dass in Hundebereichen auf Hunde Rücksicht genommen werden sollte.

1.11Andere Hunde/Andere Hundehalter

Manch HundeliebhaberIn würde sich gerne in der Hundezone mit seinem Hund beschäftigen. Bei der Anwesenheit von anderen Hunden gestaltet sich aber ein einfaches Apportierspiel als Hetzjagd mit einer ganzen Meute, wo das Recht des Stärkeren gilt. Andere Hunde und deren Verhalten ist auch für einen Teil der Leute ein Grund nicht in eine Hundezone zu gehen. Versuche Hundezonen zu teilen verkleinern die Fläche zu stark, laut Ansicht der BenutzerInnen. Die Erziehung des eigenen und der anderen Hunde und auch Vertrauen in die natürlichen Instinkte sind hier von Seiten der HundebesitzerInnen gefordert. „Nie zu wissen wie der Andere drauf ist“, gehört in der Zone einfach dazu. „Die Hunde werden einfach losgelassen und sind aber überhaupt nicht unter Kontrolle oder erzogen“, so begründete ein Hundebesitzer auf der Heuberggstätten dass er keinen Kontakt seiner Hunde mit anderen Hunden wünscht.

Sehr viele HundehalterInnen besuchen trotzdem, oder gerade wegen den anderen Hunden solche Bereiche. Dies birgt für die die eigentliche Qualität dieser Flächen. Der Hund fühlt sich besonders wohl wenn er mit Artgenossen spielen kann meinen sie. Wenn dagegen gerade kein anderer hier ist, wird vielen Hunden schnell fad, und sie nutzen die wenige Zeit die sie „frei haben“ nicht voll aus. Der soziale Kontakt zu den Anderen HundebesitzerInnen ist laut Aussagen auch sehr wichtig. Ungezwungene Gespräche und neue Bekanntschaften treffen sich werden gerne angenommen. Für viele einer der Hauptgründe eine Hundezone besuchen.

1.12Andere Nutzungen

Andere NutzerInnengruppen werden in Hundezonen zwar akzeptiert, die HundebesitzerInnen würden sich aber wünschen, dass sich in diesem Fall die anderen an Regeln halten müssen. Es kommt zu gefährlichen Situationen, wenn Menschen, die nicht wissen wie sich Hunde verhalten, die Zone als Spielplatz, Schwimmbad oder Durchfahrtsweg verstehen. Die Interviewten fordern hier mehr Verständnis von den MitnutzerInnen. Auf das richtige Verhalten könnten zum Beispiel Informationstafeln hinweisen, meinten Befragte.

1.13Kind und Hund

Ein spezielles Problem ist die Situation zwischen Hunden und Kindern. Die Kinder sollen wieder lernen, wie man richtig mit Hunden umgeht, ist eine Forderung. Mütter mit Kindern und Hunden würden aber auch gerne beide Ausflüge miteinander verknüpfen. Den Kinderspielplatz in der Hundezone oder umgekehrt gibt es allerdings nicht.



1.14Identifikation

Hundezonen zu nutzen ist eine Sache, sie aber auch zu pflegen und sich verantwortlich zu fühlen eine andere. „Ich fühle mich wie in einem Dorf. Seitdem ich einen Hund hab’, habe ich viele neue Leute kennen gelernt. Ich genieße das sehr!“. So schildert uns eine Frau im Alfred-Grünwald-Park ihre Erfahrungen. Dort berichten uns viele InterviewpartnerInnen, dass eine Gruppe älterer Damen die Zone selbst säubert, und sich auch sonst aktiv für den Bereich einsetzen. Es stellt sich heraus, dass diese besagten Damen tatsächlich allmorgendlich mit einem Plastiksack ausgestattet die Überreste der Mahlzeiten anderer Hunde entfernten. Aber es sind seitdem nicht nur sie, die sich um die Hinterlassenschaften kümmern. Nahezu alle BenutzerInnen entfernen selbst den Kot ihrer Schützlinge. Falls einmal die Sackerl in der Zone ausgehen, haben die Frauen Ersatz mit und helfen aus, wo es nötig ist. Diese Plastiktüten bekommen sie regelmäßig durch die MA 42 Angestellten, die auch sonst kooperativ sind, wenn es Probleme gibt und die Damen darauf hinweisen. Ähnliche Dinge sind auch im Waldmüllerpark und im Angelibad anzutreffen. Im Waldmüllerpark ist es ein Herr der sehr regelmäßig in die Zone kommt und viel Zeit dort verbringt. Die Anwesenden haben uns sofort auf ihn verwiesen: „Er kennt sich aus und will euch sicher was erzählen“, so stellen sie ihn uns vor. Tatsächlich kannte er vieles, wies uns auf Probleme und auf positive Dinge hin. Er schritt auch manchmal ein, wenn es Probleme gab.

1.15Sicherheit

Ein Punkt, der oft in unseren Gesprächen angesprochen wird, ist Sicherheit. Eines ist die Beleuchtung in der Stadt, die den BenutzerInnen in der Dunkelheit mehr Sicherheit gibt. Hundezonen werden in der Nacht zu Angsträumen. Sie liegen am Rand von Parks und sind meist durch Büsche und Zäune vom Rest abgegrenzt. Vor allem Frauen, die eine der Hauptnutzergruppen darstellen meiden dann diese Plätze. Eine Gruppe im Angelibad forderte sogar eine Schutzpatrouille zum Schutz der Hunde und ihrer Halter. Kampfhunde sind unter HundebesitzerInnen ein Thema. Es wird uns erklärt, dass in der Hundezone am Margarethengürtel regelmäßig eine Gruppe mit Kampfhunden ihre Hunde „scharf machen“. In vielen Gesprächen kommt heraus, dass man eher auf Distanz geht, wenn besagte Hunde in der Zone freigelassen werden.

1.16Sauberkeit

Eines der interessantesten Themen für die Stadt und auch für viele HundekritikerInnen ist das der Verschmutzung durch Hunde. Die eigentlichen BenutzerInnen sind mit der Situation in der jeweiligen Zone meist relativ zufrieden. „Ja, es könnte schon besser sein aber das stört ja nicht“, sind ungefähr die Meinungen der Befragten. Ausgenommen waren natürlich die potentiellen BenutzerInnen, die gerade wegen der vorherrschenden Situation nicht da waren. Außerdem geben viele BenutzerInnen an, dass sie in andere Zonen deshalb nicht gehen weil diese so verdreckt sind. Mäßig zufrieden zeigten sich die HundebesitzerInnen im Esterhazypark, dort ist man aber auch der Meinung, dass das von ihrem Hund Hinterlassene die Gegebenheiten nicht mehr extrem verschlechtere. In den anderen Parks geben die BesitzerInnen an, auch selbst wegzuräumen. Auf den Flächen ab Kategorie 3 durch die Größe gelöst zu sein. In den kleineren Parks akzeptiert man entweder dass es eben ein Hundeklo ist oder sie wurden von der Gemeinde häufig gereinigt (Kategorie 1). Eine Ausnahme bildet der schon mehrfach genannte Alfred-Grünwald-Park, wo nicht nur die besagten Damen sondern mittlerweile auch die meisten anderen BenutzerInnen Verantwortung für Ihre Hunde zeigen. Ein Erklärungsversuch für die VerursacherInnen ist zum einen die schon vorhandene Verschmutzung und zum anderen das Fehlen der Kotsackerl. Kinder und Jugendliche zweckentfremden diese, gaben einige Befragte an, andere meinten, dass sie zu unregelmäßig nachgefüllt werden. Für das Wegräumen sprach für Viele neben der Geruchsentwicklung im Sommer und der Verschmutzung der Fläche darüber hinaus die Gefährdung der Gesundheit. Verunreinigungen, die beanstandet wurden, verursachten oft die Menschen. Für die Zigarettenstummel wurden mehr Aschenbecher gefordert, und fehlende Mistkübel wurden als Grund für die restliche Verschmutzung vermutet. Auch mutmaßlich Aufräumwillige meinten, dass sie nicht mit dem Kotsackerl so weit in der Hand gehen wollten wie es aber nötig ist, um bis zum nächsten Mistkübel zu kommen.

Teil IV: Massnahmenkatalog