1Ausstattung

In Wien ist die Mitnahme von Hunden aus Gründen der Sicherheit und um eine Verschmutzung dieser Bereiche durch Hundekot zu verhindern, auf Kinderspielplätzen verboten. Bei der Gestaltung von Hundezonen muss auf viele Interessen Rücksicht genommen werden. Neben den Bedürfnissen der Hunde sind vor allem die Wünsche und Einstellungen der HundehalterInnen ausschlaggebend für die Art und Weise der Benutzung der Hundezonen in Wien. Ziel muss sein sowohl der Artgerechtigkeit genüge zu leisten als auch die mitunter nicht übereinstimmenden Anliegen der HundehalterInnen zu respektieren. Aber auch auf den Ansprüche der restlichen ParknutzerInnen, anderer Erholungssuchender und insbesondere der Kinder und Jugendlichen muss bei der Errichtung und Gestaltung von Hundezonen Beachtung geschenkt werden. Für die EntscheidungsträgerInnen sind nicht zuletzt wirtschaftliche Überlegungen und eine hohe Akzeptanz durch die Bevölkerung von Bedeutung. Hier gilt es zwischen den mitunter gegensätzlichen Interessen abzuwägen im Sinne eines konfliktarmen Zusammenlebens zwischen Mensch und Tier zu handeln.

Nachfolgende Auflistung ist eine Zusammenfassung unserer Erkenntnisse, die wir aus den Befragungen, der Literaturrecherche und unseren eigenen Aufnahmen und Beobachtungen gewonnen haben. Das Ergebnis unserer Forschung soll einen Leitfaden zur Entscheidungsfindung darstellen. Dieser kann sowohl von den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, als auch PlanerInnen bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit von Hundezonen und der Gestaltung dieser helfen. Aber auch dem Tierschutz verbundenen Organisationen und den HundehalterInnen sollen wichtige Aspekte der Hundezonen näher gebracht werden.

1.1Begriff: Hundezone

Die gängigen Ausweisungen der Hundefreiräume als „Hundezone“ und „Hundeauslaufplatz“ werden für (Nicht-)HundehalterInnen nicht nachvollziehbar eingesetzt. Mitunter ist derselbe Parkabschnitt, wie im Waldmüllerpark, mit zwei unterschiedlichen Hinweistafeln ausgestattet oder Schilder mit einem weiteren Begriff wie „Hundeauslaufzone“ oder „Hundeklo“ aufgestellt. Die Angabe im Wiener Tierhaltegesetz, wonach „Hundezonen“ Teile von Parkanlagen und „Hundeauslaufplätze“ Teile anderer öffentlich zugänglicher Freiräume, wie Lagerwiesen, sind, ist organisatorisch bedingt, vor Ort gibt sie jedoch unzureichend Nachricht über die Eigenart dieses Freiraums. Noch konkreter als die in der Studie von Kose et al. beschriebene größenabhängige Einteilung, erscheint uns die Heranziehung unserer Kategorien (vgl. Kose et al. 2000, S. 74). Dies folgern wir als Konsequenz unserer Untersuchungen. Die unterschiedlichen Eigenschaften, die den jeweiligen Kategorien zukommen, kann den HundehalterInnen ein Zeichen für die Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten sein. So wird ein als „Hundeklo“ ausgewiesener Bereich nur im Vorübergehen aufgesucht werden. In den Interviews wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass mit dem Tier nur in eingezäunte von uns als „Hundezone“ deklarierte Bereiche gegangen wird, da aufgrund des außergewöhnlichen Lauftriebs, beispielsweise eines Windhundes, oder mangelnder Gehorsamkeit des Hundes das Risiko in anderen uneingezäunten Auslaufflächen zu groß wäre. Mobile HundehalterInnen könne so vor allem an den Wochenenden die große Vielfalt der Wiener Hundezonen ausnutzen und auch die weniger bekannten Freiflächen aufsuchen. Hierbei ist eine klare Ausweisung bedeutsam (vgl. Internet).

1.2Lage

Wichtig bei der Neuplanung eines Parks ist die Überlegung, wo die Hundezone angelegt wird. Nach Möglichkeit sollte diese nicht zu nahe an Wohnhäusern, sondern eher anschließend an Industriegelände oder an der Straße gelegen sein, um vermeidbare Konflikte durch Lärmbelästigung oder geruchliche Störungen zu umgehen. Auch bei der Aufstellung von Sitzgelegenheiten sollte dies bedacht werden.

Zumeist sind Hundezonen in Ungunstlagen der Stadt positioniert. So liegt die Hundezone „Heuberggstätten“ auf einer nach der Baustoffgewinnung rekultivierten Deponie. Die Auslaufzone bei der Gutheil-Schodergasse/Brändströmgasse ist ein Hochwasserschutzgebiet nahe der Autobahn. Auch in den städtischen Parks werden sie eher vernachlässigt behandelt. Zeichen dafür sind die Entlüftungsauslässe von Tiefgaragen in zahlreichen Hundezonen oder die entlang des Zaunes aufgestellten Mülltrenn- und Altkleidercontainer. Die Hundezonen werden in Randbereichen der Parks angelegt. Da sie somit von außen erreichbar sind, können Auseinandersetzungen mit anderen ParknutzerInnen vermieden werden. Auch eine Übertretung des in Parkanlagen verordneten Leinengebotes wird so erst gar nicht provoziert. Hingegen kann es auch zu Schwierigkeiten kommen anlässlich des abgelegenen Standortes mancher Hundezonen. Mangelnde Beleuchtung und fehlende soziale Kontrolle minimieren die Sicherheit. So werden immer wieder Spritzen und andere Abfälle in den Hundezonen des Mittelgürtelbereiches aufgefunden. Auch wurde vereinzelt von den HundezonenbenutzerInnen berichtet, dass die Zonen abends zum Scharfmachen von (Kampf-)Hunden genutzt werden. Nach Aussage einer Befragten in der Hundezone beim Angelibad konnten derart gesinnte Hundehalter verscheucht werden mit der Androhung der Polizei. Dies unterstreicht die Bedeutung sozialer Kontrolle für die Sicherheit auch in den Hundezonen.

Aber auch die Positionierung in Bezug auf die vielfach in Parks ausgewiesenen Hundeverbotszonen sollte nicht allein in Hinblick auf die erreichbarkeit geachtet werden. Die Akzeptanz und Einhaltung der Vorschriften einer Hundeverbotszone hängen, wie der Tierschutzombudsmann im Interview erläutert, wesentlich von den Alternativen ab. So wurde zum Ausgleich für den nur angeleint zugänglichen Auer-Welsbach-Park eine fußläufig erreichbare Hundezone entlang der Remise errichtet. „Und das trägt dazu bei Konflikte zu minimieren und den Hundehalter der sich nicht unbedingt daran halten will, in einen Argumentationsnotstand zu bringen“ (Gsandtner 2006, persönliches Gespräch). Oft kann beobachtet werden, dass Hundeverbotsschilder und –hinweise beschmiert oder durchgestrichen werden. Hier gilt es eine Transparenz und damit Akzeptanz dieser Verordnungen zu schaffen. Sinnvolle Bestimmungen wie das Hundeverbot auf Kinderspielplätzen sind einzuhalten. Aber man sollte auch die Interessenskonflikte betroffener Eltern mit Hund bedenken und nach Möglichkeit Kompromisse suchen. Eine klare Trennung zu den Kinderspielbereichen, die in Wien Hundeverbotszonen sind, ist nicht nur durch einen entsprechend hohen Zaun sondern auch durch räumliche Distanz anzuraten. Diese Pufferzone zu Kinderspielplätzen sollte eingehalten werden, da sonst mitunter gefährliche Konflikte vorprogrammiert sind (vgl. Bleiweiss & Böck 1995, S. 8, 19). Eine Liste der Hundeverbotszonen existiert nach mündlicher Auskunft der MA 42 nicht, da „Keiner eine Hundeverbotszone extra aufsucht.“ (Chen 2006, Telefonat). Im der Studie von Kofler ist eine Liste aus dem Jahr 1995 abgebildet (vgl. Kofler 1995, Anhang).

Im Sinne eines konfliktfreien Miteinanders sollte auch für eine gute Erreichbarkeit der Zone gesorgt werden. So befinden sich beispielsweise die einzigen zwei „legalen“ Zugänge zur Hundezone im Prater östlich von dieser. Die durch eine Hundeverbotszone führenden Wege werden, da sie die kürzeste Verbindung zu Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel und zur zweiten im Prater befindlichen Hundeauslaufzone darstellen, nachvollziehbarerweise dennoch von den HundehalterInnen mit ihren Tieren genutzt. Konflikte zwischen HundehalterInnen und NichthundehalterInnen sind vorprogrammiert (vgl. Fröhlich et al. 2003, S. 6). So gaben 92 % der in der Studie „Hunde im Wiener Prater“ Befragten an, in der Hundeverbotszone Hunde beobachtet zu haben (vgl. Fröhlich et al. 2003, S. 21). Zu einer guten Erreichbarkeit zählt auch das Mitbedenken von Parkplätzen und entsprechender Anschluss an das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel.

Zu Problemen kann es auch bei straßenseitiger Lage der Hundezone kommen: So wirkt das arteigene Verhalten, passierende Menschen, RadfahrerInnen oder anderer Hunde zu verbellen, einschüchternd und kann als Belästigung empfunden werden. Bei der Anlage einer Hundezone ist besondere Rücksicht auf die AnwohnerInnen zu nehmen. Als belästigend werden besonders das Bellen der Tiere und der Gestank schlecht gereinigter Zonen empfunden. Wie in zahlreichen Studien dargestellt werden die Auslaufbereiche - besonders von berufstätigen HundehalterInnen - in den Morgen- und Abendstunden frequentiert (vgl. Fröhlich et al 2003, S.23). Der Lärm der Hunde, der sich unterhaltenden HundebesitzerInnen aber mitunter auch die Aneignung der Sitzbereiche durch NichthundebesitzerInnen hat unwillkürlich Spannungen zur Folge. Hierbei kann eine bedachte Platzierung der Bänke konfliktvermeidend wirken. Als letzte Konsequenz werden betroffene Hundezonen nachts zugesperrt.

1.3Größe

Siehe Kapitel Typologie. Die Angabe der Flächenausdehnung der Hundezonen und die von uns ermittelten Größenangaben variieren zum Teil beträchtlich, und zwar in beide Richtungen. Da, wie diese Arbeit zeigt, gerade die Größe einer Hundezone ein bestimmender Faktor der Qualität und Nutzbarkeit ist und den HundehalterInnen somit als Anhaltspunkt dienen kann (ebenso wie die Einzäunung) sollte auf eine exakte Angabe in den Listen geachtet werden (vgl. Organisation).

Maßgebend für eine optimale Nutzbarkeit ist nicht nur die Größe einer Hundezone sondern auch deren Flächenverteilung. So kann es in großen aber sehr schmalen, lang gestreckten Bereichen zu Streitigkeiten unter den Hunden aufgrund fehlender Ausweichmöglichkeiten kommen. Gerade in dicht verbauten, innerstädtischen Bezirken ist die Größe ein vorgegebener Faktor. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten leisten diese Zonen einen wichtigen Beitrag und sind wertvoll für die NutzerInnen. Je kleiner die Hundezonen sind, desto mehr wirkt sich der hohe Nutzungsdruck auf die Vegetation und den Bodenbelag aus. Eine zu errichtende Hundezone sollte möglichst groß ausgeführt werden, da jeder zusätzliche Quadratmeter sich positiv auf die Nutzungsqualität auswirkt. Bei den beiden Hundezonen entlang der Schönbrunnerstraße (vor dem Rüdigerhof und am unteren Margaretengürtel) hätte eine (durchaus durchführbare) großzügigere Dimensionierung bei der Errichtung, eine bessere Annahme durch die HundehalterInnen bewirkt. Der Bedarf nach grünen Auslaufbereichen für die Hunde wird in beiden Beispielen in den Grünflächen um die Zonen gedeckt, was diese Flächen erst recht in ihrer Funktion und Nutzbarkeit für andere StadtbewohnerInnen mindert. Trotz Freiflächenknappheit ist für eine intensive Benutzung durch die HundehalterInnen anzuraten, dass sich die PlanerInnen und die Verantwortlichen des Bezirks bei der Ausweisung von Hundezonen, die mehr als nur die Bestimmung eines Kotabsetzortes erfüllen sollen, an die dafür veranschlagten Mindestgrößen von 600 m² und mehr halten (vgl. ExpertInnenintervoews, Typologie). Ist dies aus verschiedenen Gründen allerdings nicht möglich, sollte dennoch nicht auf die Errichtung der Hundezone verzichtet werden, da auch kleine Zonen Vorteile für die Hunde und deren Halterinnen bedeuten.

1.4Zaun

Aber nicht nur die Größenangaben der Hundezonen weichen mitunter stark von den tatsächlich vorgefundenen Gegebenheiten ab. Auch die Einzäunung deckt sich bei manchen Beispielen nicht mit der Auflistung in der Hundezonenliste der Wiener Parks. So wird die Hundsturm-Hundezone als vollständig eingezäunt angegeben. Vor Ort finden wir jedoch eine unzureichende Zaunhöhe und offene Eingangsbereiche vor.

Abb. 36: Offener Zaun im Hundsturmpark

Das von Konrad Lorenz in seinem Buch „So kam der Mensch auf den Hund“ im Kapitel „Zäune“ beschriebene Verhalten eines Hundes hinter geschlossener und dann offener Gartentüre, ist in etwa auch auf das von uns beobachtete und von Interviewten genannte Verhalten der Hunde in eingezäunten Hundezonen anzuwenden. „Das trennende Gitter wirkt nämlich wie eine dazwischenliegende Entfernung von vielen Metern: der Hund fühlt sich vor dem Feinde sicher und ist dementsprechend mutig. Andererseits wirkt das Öffnen der Türe, als hätte sich der Gegner plötzlich die nämliche Strecke auf das Tier zubewegt.“ (1965, S. 83-87) Hier sind vorwiegend Garten- und Gehegezäune gemeint, bei denen das Tier durch Erfahrung lernt, dass diese nicht oder nur selten durchschritten werden. In Hundezonen lernen Hunde schnell, dass immer wieder Hunde und Menschen eintreten, dennoch konnten wir vielmals selbst beobachten wie Kinder, andere Hunde oder Fahrradfahrer durch den Zaun verbellt und verfolgt wurden. Diese Belltiraden verstummen aber sobald ein Hund die Zone tatsächlich betritt und werden von Begrüßungs- und Imponierverhalten abgelöst. Auch Feddersen-Petersen beschreibt dieses Phänomen: „Der Zaun vergrößert den Individualabstand. Er erlaubt es deshalb den Hunden, nach vorn zu gehen“ (Feddersen-Petersen 2004, S. 247).

A
bb. 37: Zaun im Esterhazypark


In den Interviews wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass mit dem Tier nur in eingezäunte Hundezonen gegangen wird, da aufgrund des außergewöhnlichen Lauftriebs, oder mangelnder Gehorsamkeit des Hundes das Risiko in offenen Auslaufflächen zu groß wäre. Die Ansprüche an den Zaun, hoch genug zu sein, um das eigenmächtige Verlassen der Hundezone verlässlich zu verhindern, aber auch ästhetisch ansprechend zu sein, können aufgrund des hohen Sprungvermögens mancher Hunde nur schwer miteinander vereinbart werden. Wie die befragten ExpertInnen aber versichern, erkennen Hunde einen Zaun als Barriere an, ausdrücklich „wenn sie sich wohl fühlen“ in der Zone (Glaser 2006, persönliches Gespräch). Ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sind anzuraten. Wir konnten beobachten, wie eine Hundehalterin ihren Rottweiler über den Zaun in die Hundezone am Allerheiligenplatz springen ließ. Dies dem Hund erst gar nicht zu lernen, trägt sicherlich zur Gefahrenvermeidung bei. Eine Minimalhöhe von mindestens einem Meter scheint den Ansprüchen weitgehend gerecht zu werden. Bleiweiss und Böck veranschlagen mindestens 1,50 m (vgl. Bleiweiss & Böck 1995, S. 19). Auch die Lücke des Zaunes in der Esterhazy-Hundezone diente einem Hund dazu die Hundezone beliebig zu betreten und verlassen. Somit ist neben der ausreichenden Höhe eine lückenlose, geschlossenen Ausführung dringlich. Dies ist einerseits aus Sicherheitsgründen gegen das ungewollte Durchschlüpfen kleiner und junger Hunde anzuraten und wird andererseits von den HundehalterInnen gefordert, damit Bälle nicht hinausrollen können.

Abb. 38: Zaunlücke im Esterhazypark

Gerade die seit 1.1.2006 gesetzlich verpflichtende Einzäunung von Hundezonen ist kostenintensiv. Wie ein Befragter bemerkt, sind auch günstigere Ausführungen als die gebräuchlichen Varianten aus Stahl vorstellbar, wobei auf die Verletzungsgefahr geachtet werden sollte (Gsandtner 2006, Experteninterview). So sind als Pflanz- oder Vogelschutz wiederholt Holzlattenzäune in den Hundezonen in Gebrauch.

Abb. 39: Lattenzaun

In großen Hundeauslaufbereichen, die nur schwer einzuzäunen sind, kann auf alternative Grenzgestaltungen zurückgegriffen werden. So stellen auch Hecken, Büsche, Hügel eine für den Hund erkennbare Barriere dar. In einem Wiener Park wurde als Abgrenzung vom Kinderspielbereich Gabionen eingesetzt. „Praktisches Detail am Rande: Die Gitter sind genau so grob, dass man in Kinderpatschen bequem drüberstapfen kann, für die Hundepfote wird's aber schon schmerzhaft“ (Wojciech 2003).

Der Standardzaun in Wien ist ungefähr einen Meter hoch und hat 4,5 cm Gitterzwischenräume. Dies ist ausreichend als Einzäunung und sollte ohne Zwischenräume ausgeführt sein (zu Boden und zwischen Elementen).

Abb. 40: Standardzaun im Weghuberpark

1.5Trennung

In besonders kleinen und besonders großen Zonen halten wir eine Unterteilung für nicht sinnvoll. Zu kleine verlieren nur an Qualität. Die Bedeutung einer Mindestgröße zur Konfliktvermeidung wurde an anderer Stelle erläutert (siehe Experteninterviews). In großen Zonen können sich die Tiere ohnehin aufgrund der vielen Ausweichmöglichkeiten aus dem Weg gehen. Eine Trennung scheint mehr von den HalterInnen (kleiner Hunde) gefordert zu werden als essentiell für die Tiere zu sein. Bei unseren eigenen Befragungen der HundezonennutzerInnen wurde eine Trennung nur selten als notwendig erachtet (siehe HundehalterInneninterviews, Abb. ??).

1.6Türen

In derselben Weise wie der Zaun sollten auch die Türen geschlossen und ausreichen hoch ausgeführt sein. Seit der Novellierung des Wiener Tierhaltegesetzes müssen diese selbstschließend sein und nach innen aufschwingen. Dies ist nutzbringend, um das Ausbüchsen der Hunde zu verhindern, wenn ein Eintretender vergisst die Tür hinter sich zuzumachen. Das Hauptaugenmerk sollte dabei allerdings auf „schließend“ gelegt werden. Bei der im 5. Bezirk neu errichteten Hundezone an der Wienzeile waren die Eingänge von Anfang an fehlerhaft ausgeführt

Abb. 41: Schlecht schließende Tür

Ähnliches wurde auch in einem Bericht des Kontrollamtes beanstandet: „Wie vom Kontrollamt bei seinen Erhebungen festgestellt werden musste, befand sich … ein Zugangstor zur Hundezone …, welches rd. 1 m breit ist. Der Rahmen dieses Tores besteht aus Formrohr, vertikal sind darin rd. 1 cm starke Gitterstäbe im Abstand von rd. 10 cm eingeschweißt. Laut mündlicher Auskunft … war die Entfernung zwischen den Gitterstäben offensichtlich so groß, dass kleinwüchsige oder junge Hunde durchschlüpfen und damit die Hundezone verlassen konnten. Um dies zu verhindern, wurde provisorisch ein dünnes Maschendrahtgitter zwischen den Gitterstäben angebracht. Dieses Provisorium stellte auf Grund seiner Beschaffenheit und der Anbringung des Drahtes ein gewisses Risiko dar. Es wurde daher empfohlen, eine geeignete Lösung für das Zugangstor der Hundezone zu finden“ (Kontrollamt 2005).

In Hundezonen in Frankreich und Spanien trafen wir normale Klinkentüren im Eingangsbereich an.

Abb. 42: Hundezone in Bordeaux

1.7Boden

Der Belag wird speziell in den innerstädtischen Hundezonen durch hohen Nutzungsdruck in Mitleidenschaft gezogen. Hunde benötigen weiche, natürliche Materialien, da die Pfoten bei Laufspielen auf hartem Untergrund leiden und sich Gerüche besser halten als auf hartem Untergrund. In der Hundezone vor dem Alfred Grünwald-Park, in der sich der Rasen trotz mehrmaliger Versuche nicht halten konnte, wird als Rasenersatz (nicht scharfkantiger) Lavakies eingesetzt. Dies wird von den HundezonennutzerInnen eingesehen, aber Wiese wird durchgängig bevorzugt.


















Abb. 43 und 44: Wiese und Wassergebundene Decke mit Asphaltstreifen



Abb. 45 und 46: Wassergebundene Decke und Erde mit Rasenresten













Abb. 47 und 48: Rasengitter und Trennung zur Rasenpflege

Wiese (vor allem Rollrasen) hält sich in stark genutzten Bereichen (Kategorie 1 und 2) nicht lange, ausgesäter Rasen braucht lange zum Anwachsen. Abschnitte, der ohnehin schon kleinen Zonen, müssen zeitweilig zur Sanierung abgesperrt werden. Die Ansprüche, die an den Rasen gestellt werden, betreffen seine Robustheit insbesondere das ausgiebige Markieren und Urinieren.

Eine gute Drainagierung ist wichtig, damit die Zone nach Regenfällen oder der Schneeschmelze nicht unnötig lange unter Wasser steht. Für viele ist sie dann aus Gründen der Sauberkeit nicht nutzbar, mitunter werden nur die Hunde hineingeschickt. Dies führt wiederum zum Niedertreten des Rasens.













Abb. 50 und 51: Hundezone Angelibad und Allerheiligenplatz nach Schneeschmelze

Die HundehalterInnen sollten ihren Hunden aufgrund der Verletzungsgefahr bei wilden Laufspielen verbieten, Löcher in den Untergrund zu graben. Es ist vorstellbar für grabfreudige Hunde spezielle Bereiche vorzusehen. „Eine Hundehaltung ausschließlich auf Betonboden ist nicht tiergerecht, da die Scharr- und Grabbedürfnisse unbefriedigt bleiben“ (Feddersen-Petersen 1997, S. 278). Hauptsächlich sollte jedoch auf die Gewährleistung einer großen, ebenen Fläche Wert gelegt werden. Hier kann verletzungsfrei gespielt und interagiert werden.

1.8Wege

Bei nassen Bodenverhältnissen, besonders im Frühjahr nach der Schneeschmelze, ist ein befestigter Weg hilfreich. Die Bereitstellung solcher Wege wird auch von NichthundehalterInnen, die die Zone als „Abkürzung“ durchqueren, begrüßt. Diese Maßnahme erhöht aber insbesondere die Akzeptanz durch die NutzerInnen. Falls die Größe der Hundezone es zulässt, ist eine rundläufige, abwechslungsreiche Wegführung anzuraten (siehe Aufnahme Waldmüllerpark). So werden Hund und BesitzerIn zu körperlicher Ertüchtigung angeregt und können den Park aus verschiedenen Blickwinkeln genießen. Bei der Wegführung sollte darauf geachtet werden, die Wiesenflächen nicht zu stark zu zerschneiden.

Zwei ExpertInnen schlagen vor, die Ausführung des Weges unterschiedlich zu der gängigen Straßen- oder Gehsteigbefestigung zu wählen. Nicht zu geradlinige Gestaltung und andere Materialien betonen die Qualitäten der Zone als Erholungsraum für Mensch und Tier. Bei der Ausgestaltung der Zonen muss auf die Besonderheiten der Tiere eingegangen werden. „Da die Hunde des Piktogrammlesens nicht mächtig sind“, erkennen sie besonders in stark asphaltierten Zonen ihre Freilaufbereiche erschwert (Kofler 1995, S 19). „Einerseits weil sie die Abgrenzung der Rasenfläche als Grenze anerkennen, andererseits weil sie darauf konditioniert sind, sich auf Gehwegen diszipliniert zu verhalten“ (Bleiweiss & Böck 1995, S. 19).













Abb. 52 und 53: Wege in einer Hundezone und Piktogramme am Allerheiligenplatz

1.9Wasser

Tränke

Die Hundezonen am Margaretengürtel und im Waldmüllerpark verfügen entgegen der Angaben über Trinkmöglichkeiten für die Hunde. Bewährt haben sich Trinkbrunnen, bei denen Frischwasser in ein Auffangbecken gepumpt werden kann. Der Vorteil dieser Variante besteht auch in der Verfügbarkeit für den Menschen (Abb. 54). „Kuhtränken“, deren Behälter ständig mit Wasser gefüllt ist, fließen nur langsam nach und werden aufgrund starker Verunreinigungen und der Ansteckungsgefahr durch andere Hunde aus hygienischen Gründen wenig angenommen (siehe Abb. 35). In einigen Hundezonen (Angelibad, Hamerlinpark) ergreifen die HundezonennutzerInnen die Eigeninitiative und statten die Brunnen zusätzlich mit alten Töpfen aus (Abb. 55).



















Abb. 54 und 55: Trinkbrunnen in Verwendung und Eigeninitiative im Hamerlingpark

Da diese Wasserspender auch eine Attraktion für andere ParknutzerInnen, vorwiegend Kinder, darstellen, kann es zu Konflikten kommen. So wird berichtet, dass Kinder die Hundezone im Vogelweidpark regelmäßig unter Wasser setzen. Der Platz um die Tränke sollte befestigt sein und über einen guten Abfluss verfügen. So wurde der Untergrund um die Hundetränke in der Hundezone bei der Schönbrunnerstraße durch das Wasser stark ausgespült.

Die Errichtung einer Wasserversorgung ist in vielen Zonen aufwändig und kostenintensiv und stellt somit eine starke Belastung des Bezirksbudgets dar. Dennoch kann auf diese angesichts der starken Forderungen durch die HundehalterInnen im Allgemeinen nur schwer verzichtet werden. In „Hundeklos“ kann auf die Installation von Hundetränken aus Kostengründen sicherlich verzichtet werden.

Bewässerung

Ein Wasseranschluss wird in einigen Hundezonen zur kontaktfreien Reinigung durch das Personal der zuständigen Behörde und zur Pflege des Rasens verwendet. Hier gilt es zwischen Kosten und Nutzen abzuwägen.

Schwimmen

Mitunter kann in der Hundezone die Gelegenheit geboten werden, Schwimmen zu gehen. Klare Regeln und eine eindeutige Grenzziehung der multifunktionalen Bereiche sind hierbei anzuraten, um Probleme mit anderen NutzernInnen zu minimieren. Bedacht auf Sauberkeit und Reinigung wäre auch hier von dem/der HundehalterIn selbst aus hygienischen Gründen für Mensch und Tier wünschenswert.

Abb. 56: Willkommene Abkühlung im Angelibad

1.10Strukturierung

Die Bedeutung einer Strukturierung der Zonen wird von den ExpertInnen besonders betont (vgl. Bleiweiss & Böck 1995, S 3). Bei entsprechend großen Gebieten ist dies für das Explorationsverhalten, die Qualität der Laufspiele, sprich für eine hundefreundliche Gestaltung essentiell, und kommen auch dem Menschen zugute. „Baum- und Strauchgruppen machen die Umgebung sowohl für den Hund, als auch für dessen Besitzer attraktiver.“ (Bleiweiss & Böck 1995, S. 3). Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Der Einsatz abwechslungsreicher Bepflanzungsgruppen gliedert die Zone und schafft Erlebnisräume für die Tiere. Nicht nur eine Untergliederung wird so erreicht, auch Rückzugsorte für verschreckte, defensive Hunde entstehen.

Abb. 57: Gehölzstrukturen in der Heuberggstätten

Hügel und andere Erhebungen werden von den Tieren gerne um Ausschau zu halten aufgesucht. Auch Baumstämme unterbrechen den Blickkontakt zwischen den Tieren, was bei Spielen interessant ist aber auch zur Konfliktvermeidung beiträgt. So verfügt der Hund über die Möglichkeit, indem er hinter dem Hindernis verschwindet, den fixierenden Blick zu unterbrechen und somit sein Gegenüber zu beschwichtigen.

Abb. 58: Baumstämme haben mehrere Funktionen

In engen Zonen können dazu Sichtwände aber auch Steine eingesetzt werden, die auch gerne als Markierpunkte angenommen werden und so die Vegetation entlasten können. Eine gewisse Mindestgröße der Elemente ist hierbei zur Unterbrechung des Augenkontaktes nötig.

Besonderes Augenmerk muss hier in Hinblick auf die Verletzungsgefahr auf die Positionierung gelegt werden. Bei unseren Befragungen konnten wir feststellen, dass der Zweck dieser Elemente als Markierstein und Sichtbarriere von den HundehalterInnen nicht erkannt wird. Zumeist fühlten sie sich aber auch nicht gestört, solange ausreichend Freilaufflächen den Hunden zur Verfügung stehen.

1.11Vegetation

Die Bedeutung der Vegetation als Gestaltungselement zur Strukturierung der Zone wurde bereits erwähnt. Bäume und Sträucher gliedern nicht nur die Hundezone, sie dienen den Tieren auch als Unterschlupf und Versteck während der Spiele mit anderen Hunden. Für den Mensch sind vorwiegend die ästhetischen Aspekte, das Gefühl im Grünen zu sein, von Belang (siehe Die Stadt). Die Hunde verbeissen und markieren die Pflanzen. Der Einsatz robuster Pflanzen ist somit anzuraten. Blumenbeete sind zwar schön anzusehen für die BesitzerInnen, haben in einer Hundezone aber nichts verloren.

Gerne wird eine Heckenreihe als Sichtschutz zu anderen Parkteilen oder zur Straße eingesetzt. Diese sollte man in Kategorie 1 und 2 außerhalb des Zaunes einsetzen, um einen dichten, geschlossenen Wuchs zu bewerkstelligen, da der Nutzungsdruck auf die Vegetation speziell in kleinen, reizarmen Hundezonen sehr groß zu sein scheint.

Hecken und andere Vegetationselemente werden von den Tieren als Grenze angesehen. Gleichwohl diese nicht unüberwindlich sind, können sie doch zur Betonung der Grenzen schlecht einzäunbarer Bereiche verwendet werden.

Damit sich die Hunde nicht verletzen, speziell an den empfindlichen Augen, müssen Pflanzen ohne Stacheln und Dornen gepflanzt werden. Bei der Errichtung von Pflanzschutzgittern gilt es die Verletzungsgefahr bei wilden Laufspielen zu bedenken.



















Abb. 59 und 60: Pflanzgitter und Dornen bergen Verletzungsgefahr

Wie auch der Tierschutzombudmann angibt, empfehlen Bleiweiss und Böck in Hinblick auf das HundehalterInnenverhalten von uneinsehbaren Bereichen in der Hundezone abzusehen. „Bäume und Sträucher werden gerne angenommen, jedoch sollte darauf geachtet werden, daß der Bestand nicht zu dicht ist und das Areal für die Hundebesitzer überschaubar bleibt. Ist dies nicht der Fall, wird der Hund immer wieder gerufen, d.h. er hat nicht die Möglichkeit sich von seinem Besitzer zu lösen und ungestört innerartliche Kontakte zu knüpfen“ (1995, S 19). Andere befragte ExpertInnen betonen allerdings, dass dies kein Problem darstellen sollte (siehe Expertenbefragung).

Neben der Gestaltung von Grenzen und der Minimierung der Einsehbarkeit kommt der Bepflanzung auch die Schutzfunktion vor Sonne und Wind zu.

Im Folgenden wird eine Auflistung des Veterinäramtes bekannter Giftpflanzen für Hunde dargestellt: (Veterinäramt 2006)

1.12Schatten

Für Hund und Herr sind besonders bei längeren Aufenthalten im Sommer schattige Bereiche vorteilhaft. Als Schattenspender kommen sowohl Bäume als auch bauliche Maßnahmen in Frage. Eine überdachte Sitzgelegenheit wird ebenfalls bei schlechten Wetterverhältnissen von den HundehalterInnen aufgesucht, zumal diese aufgrund des Auslaufbedürfnisses ihrer Tiere unabhängig von der Witterung, täglich im Park anzutreffen sind (vgl Fröhlich et al.2003, S.15). Diese geschützten Bereiche sind aber auch für andere ParkbenutzerInnen Anziehungspunkt. Dies birgt ein gewisses Konfliktpotential (siehe HundezonennutzerInnen-Befragung).

1.13Beleuchtung

Die Installation von Beleuchtungskörpern nicht nur in der Hundezone beziehungsweise den Hauptwegen größerer Hundeauslaufzonen ist für viele HundehalterInnen bedeutsam, auch die Zugänge zu den häufig abgelegenen Zonen sollten ausgeleuchtet werden (vgl. Bleiweiss & Böck 1995, S 19). Dies erhöht die Annahme und Nutzbarkeit in der Dämmerung, die im Winter sehr früh einsetzt. Gerade Frauen fühlen sich verunsichert.

Ein gelungenes Beispiel stellt hierzu die Hundezone vor dem Alfred-Grünwald-Park dar. Die beleuchteten Reklameplakate werfen ausreichend Licht in die Zone.

Abb. 61: Plakatwand mit Beleuchtungskörper

1.14Sitzgelegenheit

Die Sitzgelegenheiten in den Hundezonen werden gerne angenommen (vgl. Bleiweiss & Böck 1995, S. 3). In Bereichen in denen die Aufenthaltsdauer mancher HundehalterInnen eine Stunde und länger beträgt, sind auch die Tisch-Bank-Kombinationen vorteilhaft (Kategorie 3 und 4). In der Hundezone an der Eichenstraße, dem Angelibad und im Waldmüllerpark finden regelmäßige Treffen statt. Während die Hunde spielen und ihren Interessen nachgehen, können die BesitzerInnen gemütlich plaudern, essen und trinken. Aufenthaltsdauern von über drei Stunden sind keine Seltenheit.

Abb. 62: Sitzen im Angelibad

Wie schon im Kapitel AnrainerInnen betont wurde, ist hier in weiterer Folge auf eine überlegte Platzierung der Sitzgelegenheiten in der Zone zu achten. So stellen oben beschriebene Treffen in den Abendstunden für nahe liegende AnwohnerInnen eine andauernde Belästigung dar.

1.15Mistkübel, Sackerlspender, Aschenbecher

In der Nähe der Sitzgelegenheiten und zum Entsorgen des Hundekotsackerls ist die Aufstellung von Mistkübeln ratsam. Auch regelmäßig befüllte Sackerlautomaten werden abhängig von der Aufräummoral der Hundehalterinnen beansprucht und tragen zur Sauberhaltung und Nutzbarkeit der Zonen bei. Es sei nochmals auf die derzeitige gesetzliche Regelung hingewiesen, die besagt, dass der Hundekot in Hundezonen und  auslaufbereichen nicht von dem/der HundehalterIn weggeräumt werden muss. Nach unseren Beobachtungen und Befragungen in den Hundezonen kommen wir zu dem Schluss, dass das eigenständige Wegräumen für eine hygienische und ansprechende Sauberkeit in der Hundezone essentiell ist und im Vergleich zu den teuren, selbstreinigenden Hundetoiletten ökonomischer und ökologischer ist (vgl. Kose et al. 2000, S. 124).

Der uns gegenüber erwähnten Forderung zahlreicher (rauchender) HundebesitzerInnen Aschenbecher in den Hundezonen zu installieren, wird nur schwer Folge zu leisten sein. Die Verschmutzung durch Zigarettenstummel war augenscheinlich. Auch hier sollte an die Moral der HundehalterInnen appelliert werden. Mistkübel mit integriertem Aschenbecher, wie sie in jüngster Zeit in Wien aufgestellt werden, sind eine gangbare Alternative.

















Abb. 63 und 64 Sackerlspender und Mistkübel

1.16Toiletten

Gerade in Hundezonen wie dem Angelibad, in denen sich die NutzerInnen bisweilen den ganzen Tag aufhalten, sind Toiletteanlagen gefragt. Zwar werden mobile WCs im Sommer aufgestellt, aber dies ist für manche Befragte nicht ausreichend.



1.17Beschilderung

Eine klare Beschilderung und Ausweisung der Hundezonen ist, speziell bei nicht eingezäunten Bereichen und solchen in denen sich regelmäßig auch Nichthundehalterinnen aufhalten, wesentlich. Die Grenzen der Hundezone trennen die für Hunde ohne Leine erlaubten Areale von den Orten, in denen Hunde wie im Park nur angeleint, in Hundeverbotszonen gar nicht oder auf der Straße mit Leine oder Beißkorb erlaubt sind. Darüber hinaus kann durch eine klare Ausschilderung von Seiten der NichthundehalterInnen Rücksicht genommen werden. (vgl. Organisation). Eine einheitliche Beschilderung für alle Hundezonen wäre wünschenswert. (siehe Abb. 14).

Die Einrichtung von Hundezonen wird 1991 erstmals im Wiener Tierhaltegesetz vorgesehen. In der ursprünglichen Version wird eine präzisere Ausweisung der Zonen gefordert: „Ist die Begrenzung des betroffenen Gebietes aus der Natur nicht ohne weiteres erkennbar, so sind Bodenmarkierungen oder sonstige Begrenzungszeichen anzubringen oder die Tafeln in derartigen Abständen aufzustellen, daß der örtliche Geltungsbereich der Verordnung eindeutig erkennbar ist“ (LGBl 35/1991 von 01.08.1991). Auch der Bericht des Instituts für Freiraumgestaltung und –pflege der Universität für Bodenkultur weist auf unzureichende Kenntnis der HundehalterInnen aber auch der NichthundehalterInnen über die genauen Grenzen der Hundeauslaufzone im Prater hin (vgl. Fröhlich 2003, S. 16f, 29). Darin wird weiters vorgeschlagen neben Schildern durch eine eindeutige Ausgestaltung die Grenzen für alle sichtbarer zu machen.

1.18Buffet

Da die Hundezone im 21. Bezirk direkt an das Angelibad angrenzt, hat das dort befindliche Buffet auch Tische und Bänke in der Hundezone aufgestellt. Dieser Bereich ist von HalterInnen und demgemäß auch Hunden am stärksten frequentiert. Die Zone, die durch den Zugang zur Alten Donau über eine hohe Aufenthaltsqualität verfügt, wird dadurch nochmals attraktiver für langandauernde, gemeinsame Zusammenkünfte. Dies kann bei Neuerrichtungen von Hundezonen mitunter eingedacht werden.

Abb. 65: Buffet im Angelibad



1.19Parkplätze

Gerade bei großen Hundefreiräumen wie im Prater (250.000 m²), der Löwy-Grube (160.000 m²) und der Heuberggstätten (150.000 m²) ist die gute Versorgung mit Parkplätzen und schnelle öffentliche Erreichbarkeit bedeutend. Diese großen Auslaufzonen haben ein großes Einzugsgebiet. Nicht nur die unmittelbaren AnrainerInnen sondern vor allem am Wochenende auch HundehalterInnen aus allen anderen Bezirken nutzen das Angebot an weitläufigen Wiesen und Waldstücken, um den Hunden ausreichend Bewegungsmöglichkeit und natürliche Reizvielfalt zu bieten (vgl. Fröhlich et al 2003, S.13f).